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ALFONSO PANTISANO

Wahlkreis 7 | Pankow

KANDIDAT ZUR WAHL ZUM ABGEORDNETENHAUS VON BERLIN 2021

Liebe Genoss*innen, 

 

ich bewerbe mich für unsere SPD Pankow im Wahlkreis 7 um ein Mandat für das Berliner Abgeordnetenhaus. Als Mitglied der SPD Helmholtzplatz habt Ihr am 8. September 2020 die Wahl und ich möchte Euch um euer Vertrauen bitten. 

Unsere Kieze in Prenzlauer Berg und in Weißensee sind vielfältig - hier leben Menschen mit den unterschiedlichsten Hintergründen, Berufen und Herausforderungen. All diese Menschen benötigen eine starke und authentische Stimme. Ich möchte sie ihnen geben
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Soziale Gerechtigkeit und gleiche Rechte       

Seit Jahren kämpfe ich für Gerechtigkeit und gleiche Chancen für alle. Ich bin vor 46 Jahren als Sohn italienischer Gastarbeiter im schwäbischen Waiblingen geboren. Als sogenanntes Kofferkind, das zwischen der Kindheit in Italien und den Besuchen bei den Eltern in Deutschland hin und her reiste, wurde ich in Italien eingeschult und kehrte mit 12 Jahren nach Deutschland zurück. Deutsch sprach ich nicht - nur durch das Engagement meiner Hauptschullehrer*innen konnte ich mich rasch integrieren, und, was damals für mich unvorstellbar schien, die mittlere Reife machen. 

 

Ich weiß, was es heißt, sich hocharbeiten zu müssen. Jahrelang in der Gastronomie tätig, habe ich mich vom Kellner zu einer Position hochgearbeitet, in der man Verantwortung für Mitarbeiter*innen übernehmen muss. Ich kenne die Branche und weiß, unter welch prekären Bedingungen Menschen dort arbeiten und gerade in diesen pandemiebedingten Zeiten, habe ich eine meiner politischen Grundmotivationen besonders vor Augen. Dass sie, und alle anderen Beschäftigten in den Dienstleistungsberufen, endlich ihren gerechten Lohn bekommen. Das sage ich auch als Gewerkschafter. 

 

Die Kultur retten

2003 bin ich nach Berlin gezogen, seitdem wohne ich im Prenzlauer Berg. Pankow ist mein Zuhause und hier arbeite ich auch als Angestellter in einem Kulturbetrieb. Heute, wie viele andere in unserer Nachbarschaft auch, in Kurzarbeit. Dabei kann ich mich noch glücklich schätzen, wenn ich derzeit die vielen Einrichtungen der Kulturbranche, der Gastronomie und die vielen freischaffenden Handwerker*innen und Künstler*innen um mich herum anschaue, die zum Teil ins Bodenlose fallen. Viele sind bedroht von Schließung, Arbeitslosigkeit und Armut. Der Bund leistet gerade mit 27 Millionen Euro eine Rettungsaktion für die Clubkultur. Das ist gut so.

 

Aber auch das Land Berlin muss weiter Hilfestellungen leisten, damit die vielen Kultureinrichtungen, die internationale Gastronomie, die Clubs, die kleinen Handwerker- und Künstlerkollektive in unseren Kiezen erhalten bleiben. Denn sie machen unsere Stadt so lebenswert. Zwar hat das Land mehrere Soforthilfe-Programme aufgelegt, doch der Berliner Landeszuschuss von 5000 Euro war schnell wieder aufgebraucht. Der Bundeszuschuss, der extra für Solo-Selbständige gedacht war, half zunächst nur denen, die Fixkosten haben, also laufende Miete, Stromzahlungen etc. Die Webdesignerin, die am eigenen Computer vom Home-Office aus, oder der Künstler, der ohne Atelier von Zuhause aus arbeitet, fielen bisher meist durch das Raster – das muss sich ändern! Über 2020/21 hinaus brauchen wir Perspektiven für ein Kulturleben mit Corona. Wir müssen auch einen nachhaltigen Wiederaufbau und eine Stärkung der Kultur für die Zeit danach schaffen. Dabei denke ich auch an die Brotfabrik, das Theater am Delphi, das Kino Toni am Antonplatz, sowie an unsere Staatliche Ballettschule. Vor allem müssen wir auch, wie man am Kino Colosseum sehen kann, unsere Kulturstandorte vor Spekulationsplänen schützen. Auch dafür werde ich mich engagieren!     
 

Gleichberechtigte Teilhabe

Als Aktivist habe ich mich jahrelang für die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare eingesetzt und habe mit dazu beigetragen, dass viele queere Bündnisse in aller Welt geschlossen wurden. Natürlich will ich mich als Deutscher mit Migrationsbiographie und als schwuler Mann auch weiterhin für die Belange der Minderheiten einsetzen. Seit ich in die SPD eingetreten bin, setze ich mich politisch auch verstärkt für die Sichtbarkeit und Teilhabe von Deutschen mit sogenanntem Migrationshintergrund und People of Colour ein. 

 

Ich selbst tue das mit meinen Aktivitäten in der SPD Pankow, z.B. als Co-Vorsitzender der AG Migration und Vielfalt der SPD, aber auch landesweit, z.B. als Co-Landesvorsitzender der SPDqueer Berlin. Auch als Abgeordneter will ich mich für die Belange dieser Menschen weiterhin einsetzen - ungeachtet ihrer Herkunft, ihres Aufenthaltsstatus, Religion, ihrer sexuellen Identität, ihres Geschlechts, ihres Alters oder einer Behinderung.

 

Der Kampf gegen Rassismus und Rechtsextremismus ist eine Verpflichtung gegenüber unserer Demokratie und ist für mich als Sozialdemokrat eine Selbstverständlichkeit.

 

Auf der Suche nach sichereren Lebensverhältnissen und auf der Flucht vor Krieg, Terror, Armut und der Umweltkrise verlassen viele Menschen ihr Zuhause. Es muss unsere Aufgabe als Sozialdemokrat*innen sein, die Herausforderungen von Migration und Flucht zu bewältigen und Perspektiven für die Menschen zu schaffen. Berlin geht da an vielen Stellen bereits einen guten Weg und ich will mit dafür sorgen, dass wir uns weiterhin humanitär als Bundesland stark machen. Denn wir sind gut vorbereitet.   

Allein in Pankow haben wir über 11 Unterkünfte, in denen geflüchtete Menschen untergebracht sind und werden können, und für all diese Menschen müssen wir die Voraussetzungen schaffen, damit auch sie sich durch eine gute Bildung, durch Ausbildung- und Berufstätigkeit und bezahlbaren Wohnraum einbringen können. Dieses Ziel gilt gleichermaßen für Neubürger*innen, wie für Alteingesessene. Der soziale Aufstieg muss für alle lebbar sein. Das gilt uns Sozialdemokrat*innen als Verpflichtung. 


Mit Menschen reden und sich kümmern        
Durch den letzten Wahlkampf, den ich für die SPD im Bezirk Pankow anlässlich der Europawahl als Wahlkampfkoordinator leiten durfte, habe ich die verschiedensten Ecken in Pankow, Weißensee und Prenzlauer Berg noch näher kennengelernt und weiß um die lokalen Besonderheiten und Bedürfnisse – vor allem aber habe ich die vielen Gespräche mit den Menschen vor Ort in Erinnerung behalten. Gespräche mit Bürger*innen, die z.B. nach langen Berufsjahren sagen, dass sie oft nicht genau wissen, wie sie es finanziell bis zum Ende des Monats schaffen sollen, wie sie mit ihren kleinen Renten überleben sollen, wie sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln besser mobil sein können und wie sie sich dort sowie im öffentlichen Raum, sicher, ohne Vermüllung und diskriminierungsfrei bewegen können.

 

Mir gehen diese Sorgen nahe und ich möchte mich für diese Menschen einsetzen und ihre Perspektiven im Parlament einbringen.  

 

Der Prenzlauer Berg und Pankow stehen für eine bunte, offene und vielfältige Gesellschaft. Menschen aus allen sozialen Milieus und allen möglichen Teilen der Welt lieben es hier zu leben und wollen nicht verdrängt werden. Das Miteinander dieser Menschen möchte ich in Zukunft vor Ort stärker in den Fokus unserer sozialdemokratischen Praxis bringen.    

                            

Ich freue mich über Eure Unterstützung und möchte Euch am 8. September 2020 um Eure Stimme bitten. Wenn Ihr Fragen habt, freue ich mich jederzeit mit Dir auch persönlich über meine Ideen zu sprechen.  

 

Alfonso Pantisano